Chefarzt Dr. Lorenz

» Dr. med. Reinhard Lorenz
Chefarzt der Neurologischen Klinik

Hildesheimer Straße 158
30880 Laatzen
Sekretariat Frau Busse
Telefon 0511 82082600

Die Neurologische Klinik umfasst 70 Betten mit Neurophysiologie und Neuroradiologie, davon 4 Betten auf einer speziellen Schlaganfallbehandlungsstation (Stroke Unit). In dem Jahr 2003 erhielt die Stroke Unit eine Zertifizierung der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Zum ärztlichen Team gehören neben dem Chefarzt und vier Oberärzten, zehn weitere Ärzte, überwiegend in Weiterbildung. Das Fachgebiet Neurologie umfasst Diagnostik und Therapie von organischen Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, des peripheren Nervensystems und der Muskeln. Schwerpunkte der Abteilung bilden Diagnostik und Behandlung von Schlaganfällen, Entzündungen des Nervensystems wie z.B. Hirnhautentzündungen, Multiple Sklerose, Hirntumoren, die Parkinson-Erkrankung, Epilepsie und Bandscheibenvorfälle, Zustände nach Hirnverletzungen. Wenn Sie als Patient mit einer neurologischen Erkrankung in unserem Krankenhaus Hilfe suchen, werden Sie zunächst ausführlich ärztlich befragt und untersucht. Dann wird mit Ihnen besprochen, welche Ursachen der Erkrankung zugrunde liegen können und welche Untersuchungen zunächst erforderlich sind, sowie welche Behandlung erfolgen soll. Zur Diagnosestellung stehen alle modernen Untersuchungsverfahren zur Verfügung wie z.B. die Computer- und Kernspintomographie von Kopf und Wirbelsäule, die Registrierung der "Hirnströme" (Elektroenzephalographie), Messung der Nervenleitung (somatosensorische und motorische evozierte Potentiale, Elektroneurographie), die elektrische Muskeluntersuchung (Elektromyographie), die Prüfung der Durchblutung des Gehirnes mit Doppler- und Duplexsonographie der Halsund Hirnschlagadern, Röntgenuntersuchung der hirnversorgenden Gefäße (DSA, Angiographie), differenzierte Untersuchung des Liquors ("Nervenwasser") Die Behandlung von Patienten mit Hirndurchblutungsstörungen erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit unserer Kardiologischen Abteilung. Es werden umfassend die vielfältigen Ursachen eines Schlaganfalls abgeklärt und die spezifische Behandlung und Vorbeugung so frühzeitig wie möglich eingeleitet. Auf der Stroke Unit werden an frischem Schlaganfall Erkrankte mit Hilfe eines modernen Monitorsystems überwacht. Es werden Daten wie Blutdruck, Puls, Atmung, EKG etc. an die Arbeitsplätze von Pflegepersonal und Ärzten übertragen, so dass bei jeder Auffälligkeit sofort reagiert werden kann. Bei Patienten, die zeitnah nach Auftreten der Symptome in der Klinik eintreffen, wird immer die Möglichkeit einer Thrombolysebehandlung geprüft, bei welcher versucht wird, das verursachende Blutgerinnsel medikamentös aufzulösen. Im Rahmen einer umfassenden Behandlung unserer Patienten legen wir neben der qualifizierten pflegerischen und ärztlichen Betreuung besonderen Wert auf eine intensive krankengymnastische Therapie durch unsere für neurologische Krankheitsbilder besonders geschulten Physiotherapeuten sowie erforderlichenfalls eine ergotherapeutische und sprachtherapeutische Frühbehandlung. Wenn eine Operation am Nervensystem erforderlich wird, arbeiten wir eng mit den drei Neurochirurgischen Kliniken in Hannover zusammen. Über eine Videokonferenzanlage können wir die von uns erstellten CT und Röntgenbilder z. B. bei Notfällen direkt in diese Kliniken übertragen und mit den dortigen Kollegen über die Notwendigkeit einer Operation beraten. Sollte eine Weiterbehandlung in einer Rehabilitationsklinik erforderlich sein, leiten wir diese in Zusammenarbeit mit unserem Krankenhaussozialdienst ein.

Stroke unit-Einheit

Bei PatientInnen mit Schlaganfällen ist die rasche Erstversorgung entscheidend. 1999 wurde am Agnes-Karll-Krankenhaus eine spezielle Schlaganfall-Behandlungseinheit (= „Stoke Unit“) in Betrieb genommen. Sie bietet die Möglichkeit einer sofortigen schlaganfall-spezifischen Diagnostik und Therapie. Alle modernen diagnostischen Verfahren stehen hier zur Verfügung, von der Elektro-Enzephalographie (EEG) über die Ultraschalldiagnostik der hirnzuführenden Arterien bis hin zur Computertomographie oder Substraktionsangiopraphie. Die Kernspintomographie bzw. Magnetresonanz-Tomographie (MRT) wird in einer im Haus integrierten Praxis durchgeführt. Eine vorübergehend notwendige intensivmedizinische Betreuung Schwerkranker erfolgt auf einer der Intensivstationen des Hauses. Für neurochirurgische Operation werden die PatientInnnen in eine der neurochirurgischen Kliniken in Hannover verlegt.

 

 

 

© 2009 by Klinikum Agnes Karll Laatzen

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